Heinrich Modersohn | Vita


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Bereits als Schüler richtet sich Modersohn eine Dunkelkammer ein. Während seines Studiums in der Klasse von Gotthard Graubner an der HfbK Hamburg kommt es zur Begegnung mit Sigmar Polke. Neben ersten malerischen Versuchen entstehen experimentelle Fotoarbeiten, bei denen nicht das fotografische Motiv, sondern die freie Umsetzung mit »fotochemischen« Möglichkeiten erprobt wird.  Wichtig wird auch die Begegnung mit Joseph Beuys und dessen pädagogischer Fähigkeit, mit großem Einfühlungsvermögen auf unterschiedlichste Arbeitsansätze der Studenten einzugehen und die gängigen Akademieerwartungen zu unterlaufen.

Nach dem Studium geht Modersohn für anderthalb Jahre nach Paris, vorwiegend aus privaten Gründen, lehrreich aber auch als künstlerische Erfahrung. Nach einem Zwischenspiel mit Künstlerfreunden auf einem alten Hof am Chiemsee folgt die Rückkehr nach Hamburg Anfang der achtziger Jahre. Dort bezieht er ein Atelier  im neu gegründeten Künstlerhaus in der Weidenallee und ist mit einer Einzelausstellung in der ebenfalls gerade gegründeten Produzentengalerie Hamburg erfolgreich.

1983 führt ihn zusammen mit drei Kollegen eine von der Kulturbehörde Hamburg geförderte Ausstellung nach Chicago und New York, wohin er auch später noch häufig reist. Kurz nach der Wende, 1991, wird Modersohn als Gastdozent an die Kunstakademie Weißensee nach Berlin eingeladen, eine sowohl politisch als auch künstlerisch eindrückliche Erfahrung, da die unterschiedlichen Ost- und West-»Herkünfte« aufeinanderprallen und heftige Diskussionen unter den  Studenten auslösen. Die große Ausstellung »Metropolis« im Martin Gropius Bau regt ebenfalls zu kontroversen Debatten an.

Regelmäßige Aufenthalte im Haus von Freunden auf der italienischen Insel Stromboli ermöglichen Modersohn seit 2003 konzentriertes künstlerisches Arbeiten in einer komplett medienfreien Umgebung zwischen Meer und Vulkan.

Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • 2017 Kunstkammer Gartow
  • 2017 Galerie für Gegenwartskunst, Bremen
  • 2017 Galerie Born, Berlin
  • 2014 PH-Projects, Berlin
  • 2013 Kunstverein Schwäbisch-Hall
  • 2010, 2015 Galerie Born/Darss
  • 2010, 2011, 2014, 2015 Galerie für Gegenwartskunst, Bremen
  • 2008 Griffelkunst Vereinigung Otterndorf
  • 2014, 2012, 2008, 2005, 1996, 1990, 1979 Produzentengalerie Hamburg
  • 2002, 1999 Galerie Fahnemann, Berlin
  • 2003, 2000, 1996 Galerie Bismarck, Bremen
  • 1997 Villa Zanders, Bergisch Gladbach
  • 1996 Kunstverein Bremerhaven
  • 1996 Kunstverein Oldenburg
  • 1988 Museum Schloss Morsbroich, Leverkusen

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